• Katharina Leitgeb

Baustelle Zukunft

Willkommen auf der Baustelle ZUKUNFT – planst du noch oder hast du schon die Schaufel in der Hand?


Ich persönlich scheitere ja immer noch daran, den aktuellen Bauplan zu verstehen- was genau soll da jetzt draus werden?

Dann meldet sich meine innere Zukunftsarchitektin und meint, es gäbe nun eben diese C- Baustelle mit all ihren Begleiterscheinungen und, hey, nicht jammern, sondern in die Hände spucken. Ich kenne das als Mutter, dass man großartige Pläne für die kommende Zeit macht, und dann kriegt ein Kind Scharlach oder bricht sich das Bein, und plötzlich heißt es: umdisponieren. Flexibel sein. IRGENDWIE DAS BESTE AUS DEM MACHEN, WAS DAS LEBEN EINEM GRADE SO VOR DIE FÜSSE WIRFT.

Zukunft permanent als „work in progress“ quasi.

Und bitte, es ist ja schon so, dass auch vor C viel grober Unfug auf diversen Baustellen passiert ist. Es wurden Beschlüsse gefasst und Gesetze erlassen, über die man sich wirklich massiv aufregen kann, in einem überkomplexen, teilweise undurchschaubaren Regelwerk Dinge erlaubt und verboten und vertuscht, die ganz SICHER NICHT zu unserem höchsten Wohle und SCHON GAR NICHT zum höchsten Wohle unserer Mutter Erde passiert sind, sondern ganz anderen Interessen dienen sollten – money makes the world go around…

Aber da sahen die meisten keinen Anlass, sich zu beschweren, weil ebendiese Vorgänge auch gar nicht so breit getreten wurden, weil vor allem auch der Großteil gut abgelenkt war mit BROT UND SPIELEN, weil man sich da noch die Augen zuhalten und so tun konnte, als ob das nichts mit einem selbst zu tun hätte. Und sicher auch, weil man irgendwie darauf vertrauen WOLLTE, dass Vater Staat nur unser Bestes möchte. Verantwortung abgegeben - nicht meine Baustelle.


Päng.

Insofern kann ich nur sagen, DANKE C, dass doch etliche jetzt draufkommen, dass dem nicht so ist. Meine innere Hoffnungsträgerin meint dann, dass dieses System sich ohnehin nicht mehr lange halten wird können. Dass es gut ist, wenn jetzt mal offensichtlich wird, was da im Hintergrund schon so lange abgeht, für die Errichtung welches Bauwerkes wir alle da eingespannt werden.

Dass wir ohne die Geschwindigkeit zu drosseln zielstrebig auf einen Kollaps hinsteuern, dass bei weitem nicht das Wohl der nächsten sieben Generationen bei den Entscheidungen im Mittelpunkt steht. Dass die Menschen und die Erde langsam aber sicher ausbrennen.

Ich bin DAFÜR, dass das Leben geschützt wird, dass unser wunderschöner Planet (der einzige übrigens, den wir haben) von uns voller Dankbarkeit und Liebe behandelt wird, dass mit Menschen nicht wie Spielzeug umgegangen wird, dass nicht versucht wird, uns mit Angst und Verunsicherung zu manipulieren, um uns in eine bestimmte Richtung zu drängen.

Und ich glaube dran, dass viele solcher deutlichen und bestimmten „JAs“ - zu einer Welt, in der Menschlichkeit, Respekt, Grundrechte, Eigenverantwortung und das Bewahren und der Schutz unserer Erde einen hohen Stellenwert haben - ein sehr lautes Grundrauschen erzeugen und ein stabiles Fundament für die Baustelle „ZUKUNFT“ bilden.

Ich wünsche mir so sehr, dass alle diejenigen, die jetzt aufstehen und sich beschweren und Kritik üben diese Einstellung beibehalten und sich auch weiterhin nicht unreflektiert mit dem zufrieden geben, was uns von „Oben“ vorgesetzt wird.

Dass das Recht auf ein individuelles NEIN immer öfter beansprucht, ja, EINGEFORDERT wird. Dass der Fokus von den Mächtigen abgezogen wird und ihnen dadurch ihre Macht stückweise genommen wird. Dass der Blick sich auf das richtet, was wirklich wichtig und weitaus größer ist.

DENN DAS LEBEN GEHT WEITER, auch nach und neben (!!!) C. Das ist nur eine von vielen Baustellen. Aber sie kann dazu führen, dass viele jetzt lernen, mit Bagger und Schaufel und Mischmaschine umzugehen.

Und erkennen, wie wichtig es ist, mitzudenken, in die Hände zu spucken und aktiv beim Bau mitzugestalten, anstatt sich immer nur zu beschweren, dass das Bauwerk „ZUKUNFT“ dann nicht so wird, wie man es selbst gern gehabt hätte

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